Was darf ziviler Ungehorsam? Ein Gespräch mit dem Zentrum für politische Schönheit

Vortrag
20.04.2026 - 20.04.2026
Montag, 17:00 Uhr
online

Tobias von Laubenthal

Vortragender

Tobias von Laubenthal begleitet das Zentrum für politische Schönheit bei Aktionen und fungiert als dessen Pressesprecher.
Das Zentrum für Politische Schönheit radikalisiert den Kampf für Menschenrechte. Das Zentrum für Politische Schönheit ist der radikale Flügel des Humanismus: eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit. Es verschmilzt die Macht der Phantasie mit der Macht der Geschichte. Grundüberzeugung ist, dass die Lehren des Holocaust durch die Wiederholung politischer Teilnahmslosigkeit, der Abwehr von Hilfesuchenden und Feigheit annulliert werden und dass Deutschland aus der Geschichte nicht nur lernen, sondern auch handeln muss. Gedenken heißt Kämpfen!

Vortrag: „Was darf ziviler Ungehorsam? Ein Gespräch mit dem Zentrum für politische Schönheit“ mit anschließender Diskussion

Von der „Fridays for Future“ Bewegung über sogenannte „Klima-Kleber“ bis zur „Vulkan-Gruppe“: Aktionen des zivilen Ungehorsams nehmen spürbar zu. Wie die Beispiele zeigen, gibt es dabei ein breites Eskalationsspektrum, das von Schule schwänzen bis zu Sabotageakten an der Energieversorgung reicht. In ihnen artikuliert sich ein offenbar anwachsendes Empfinden, dass Bürgerpartizipation über Wahlbeteiligung nicht ausreichend ist, um auf die Beseitigung drängender gesellschaftlicher Missstände hinzuwirken. Ziviler Ungehorsam findet Vorbilder und Vordenker in Personen wie Henry David Thoreau, Mohandas Gandhi oder Malcolm X, die mit unterschiedlichen Mitteln für unterschiedliche Anliegen gekämpft haben. In der jüngeren Philosophie haben Jürgen Habermas und John Rawls sich mit dem Konzept auseinandergesetzt.

Das Zentrum für politische Schönheit führt immer wieder aufsehenerregende Aktionen durch, die es in Konflikt mit dem Gesetz bringen. Nach einem einführenden Vortrag mit konkreten Beispielen soll eine moderierte Diskussion geführt werden, die auch ethische Fragen reflektiert: Was darf ziviler Ungehorsam – und was nicht? Wo wird ziviler Ungehorsam zu Gewalt? Gibt es eine moralische Pflicht ungehorsam zu werden, wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen kippen?

Nach dem Vortrag ist eine Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Peter Eisenbarth (HVF Ludwigsburg) vorgesehen sowie eine offene Diskussion mit allen Teilnehmenden.

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