„Stabiler Burn-Out – Sind Mensch, Gesellschaft und Natur im Zustand verstetigter Erschöpfung?“: Vorträge online nachsehen

Das ZEF21 (ehemals rtwe) war im Wintersemester 2024/2025 Gastgeber einer landesweiten interdisziplinäre Ringvorlesung zum Thema "Stabiler Burn-Out – Sind Mensch, Gesellschaft und Natur im Zustand verstetigter Erschöpfung?"

Seiltänzer am Abgrund

Die Vorträge sind nun als Aufzeichnung in unserem YouTube-Kanal einsehbar.

Erschöpfung scheint zu einem systemischen Bestandteil unserer Zeit geworden: Zwei Drittel aller Arbeitnehmer/innen betrachten sich als Burn-Out gefährdet. Die Natur ist ausgezehrt und bewegt sich auf Kipppunkte zu, die zu einer nichtlinearen Beschleunigung der Erderwärmung führen. Finanzsysteme müssen vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Lieferketten werden brüchig und zum Risikofaktor für die Wirtschaft. Krisen häufen und verschachteln sich, während das Vertrauen in die Demokratie und die zur Krisenbewältigung vorgesehenen Institutionen erodiert.

Doch die Erschöpfung führt nicht zum Burn-Out, sondern zum Burn-On. Alles geht immer weiter. Systeme werden durch Symptombehandlung am Rande des Kollapses stabil gehalten. Tieferliegende Ursachen bleiben allzu oft unerkannt und unberührt. Die vorherrschende Lösungsstrategie lautet: Mehr von demselben. Der Burn-Out, so scheint es, ist stabil.

Die landesweite Ringvorlesung versammelt Experten aus unterschiedlichen Disziplinen und geht der Frage nach, wie weit die Diagnose „Stabiler Burn-Out‟ zur Gegenwartsanalyse geeignet ist. Es wird nach den tieferen Ursachen gesucht und Wege aufgezeigt, die aus der Systemerschöpfung herausführen können.

Das vollständige Programm ist nach wie vor auf der Seite der rtwe-Ringvorlesung verfügbar.

Impulse direkt ins Postfach mit dem ZEF21-Newsletter

Zum Newsletter anmelden